Ksymena Hörl

Meine Praxis bleibt während des Lockdowns ganz normal geöffnet: CoV-2-Infektionsschutzverordnung §17(1).

Was Sie beim Besuch in meiner Praxis beachten müssen, lesen Sie hier unter Corona-Hygienekonzept.

Psychotherapie

Du trägst die Kraft in dir für jene Veränderung, die du brauchst.

Psychotherapie in meiner Praxis in Berlin Schöneberg und Wilmersdorf

Auf dieser Seite bekommen Sie einen Überblick über meine Leistungen und Methoden.

Außerdem können Sie etwas ausführlicher darüber lesen, mit welchen Themen Menschen häufig zu mir kommen, und dabei ein paar Eindrücke aus Praxis und Therapie erhalten. Vielleicht finden Sie sich mit Ihrem Problem hier schon wieder, auf jeden Fall bekommen Sie einen Einblick in meine Denk- und Arbeitsweise.

1. Psychotherapie – meine Leistungen. Sie können sich an mich wenden bei

  • Stress, Erschöpfung, Burnout, hierzugehörigen depressive Verstimmungen
  • Ängsten und Panik, sozialen Ängsten, Unsicherheit, Selbstwertproblematik
  • psychosomatischen Beschwerden
  • Schlafstörungen
  • persönlicher Krise, Beziehungskrise, beruflichen oder familiären Problemen, schwierigen Lebenssituationen wie Trennung, Trauer und anderen einschneidenden Ereignissen
  • wenn Sie Verhaltens- oder Beziehungsmuster ablegen möchten, die Ihnen bei einer zufriedenstellenden Lebens- oder Beziehungsgestaltung im Wege stehen
  • wenn Sie das Rauchen dauerhaft aufgeben wollen
  • wenn Sie Hypnocoaching für Orientierung, Entscheidung oder zukünftige Herausforderung wünschen.

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2. Womit Menschen häufig zu mir kommen: Eindrücke und Impulse aus der Psychotherapie

2.1 Ängste

Zu den häufigsten Symptomen in meiner Praxis gehören Ängste unterschiedlichster Art, sehr häufig soziale Ängste und Unsicherheit, Zukunftsängste, aber auch Panik.

Ein Klient zum Beispiel empfand eine starke Verunsicherung in sozialen Kontexten, in Gruppen oder auf kleineren Veranstaltungen. Er fühlte sich von allen beobachtet und bewertet, hatte Angst, etwas Falsches zu sagen oder sich daneben zu benehmen. Er hatte offensichtlich wenig Selbstvertrauen und sein Selbstwertgefühl hing in fataler Weise davon ab, wie ihn die Anderen sahen, wobei er ihnen tendenziell eine negative Meinung unterstellte, ohne sich dessen bewusst zu sein, dass es seine eigene Meinung war, sein eigenes negatives Selbstbild. So war er einerseits stets darauf bedacht, ja davon abhängig, den anderen zu gefallen, von ihnen gemocht, bestätigt und anerkannt zu werden – und konnte diesem Anspruch andererseits doch niemals gerecht werden. Bestimmte soziale Situationen lösten fast automatisch dieses Muster aus, weil sie konditionierte innere Bilder, Bewertungen und Glaubensätze triggerten („ich bin nicht gut genug“ / „die anderen sind besser als ich“). Das verhinderte ein situationsadäquates, selbst-bewusstes Bewerten und Handeln im Hier und Jetzt. Der Klient war dann auch überhaupt nicht im Hier und Jetzt, sondern in seinem „Angst-Film“.

Psychotherapeutischer Wendepunkt war die Einsicht, dass er gar nicht im Mittelpunkt steht und sich in Wirklichkeit niemand in besonderer Weise für ihn interessiert oder über ihn Gedanken macht, dass es nur in seiner Vorstellung passiert – aber er musste das draußen konkret erleben und emotional nachvollziehen. Dieser Positionswechsel in der Eigenwahrnehmung gab ihm seine Bewegungsfreiheit wieder und milderte maßgeblich seine akute Angst, und nun war Raum entstanden, um sein altes Muster zu beleuchten und psychotherapeutisch umzuwenden: um also sein Selbstvertrauen zum Wachsen zu bringen.

  • Ein wichtiges Ziel in der Psychotherapie der Ängste ist die Erlernung der Fähigkeit, den Angst-Film, der in einer bestimmten Situationen fast automatisch anspringt, als solchen zu erkennen und sich davon (liebevoll) zu distanzieren. Das schafft Raum und ermöglicht, den Fokus der Aufmerksamkeit auf persönliche Ressourcen zu lenken, die wiederum dazu befähigen, mit der Situation anders, erwachsener, flexibler, souveräner umzugehen. Die wichtigsten Methoden dafür sind hypnotherapeutische und hypnosystemische Interventionen.

Angst ist eine Reaktion des Organismus auf eine (vermeintliche) Bedrohung oder Gefahr. Und eine Situation wird von uns subjektiv als gefährlich bewertet – unabhängig davon, ob sie tatsächlich gefährlich ist. Wir bewerten aufgrund vergangener Erfahrungen: wir haben eine bestimme Situation früher als gefährlich erlebt, und wird das nicht korrigiert oder relativiert und ergänzt durch andere Erfahrungen, lösen „ähnliche“ Situationen auch heute immer wieder Ängste aus. Die Angst wird also assoziativ unwillkürlich getriggert, und es reichen leider nur wenige Trigger (ähnliche Elemente) aus, um in uns die Bewertung „gefährlich“ und damit auch die volle Angstreaktion auszulösen.

  • Ein wichtiger Aspekt in der Psychotherapie der Ängste ist deshalb ein adäquater Umgang mit der Angst:

Üblicherweise wollen Klienten, dass die Angst einfach verschwindet – aber das funktioniert nicht, und selbst wenn, dann nur zeitlich begrenzt, aber das Problem ist nicht nachhaltig gelöst. Gegen Angst anzukämpfen ist einerseits vergeblich, andererseits absolut kontraproduktiv. Vergeblich, weil unwillkürliche Reaktionen (emotionale Reaktionen) immer schneller sind als der Verstand; kontraproduktiv, weil das Kämpfen gegen die Angst, und mehr noch die Angst vor der Angst, die Angst nur verstärken.

Es gibt aber natürlich viele Mittel und Wege, um der Angst Herr zu werden: Angst ist sehr gut behandelbar, wenn man lernt, ihr Raum zu geben und sich zugleich von ihr zu distanzieren; sie dort zu verorten, wo sie herkommt; und ihre individuelle Botschaft – etwa das Bedürfnis nach Schutz, Abgrenzung oder Vertrauen – produktiv zu nutzen.

Häufig kommen Klienten mit Zukunftsängsten – was wird wohl die Zukunft bringen, werde ich es schaffen, werde ich alles richtig machen, werde ich beruflich scheitern, werde ich verlassen, werde ich krank oder einsam ...

Wobei man hier direkt sagen muss, dass Ängste sich generell immer auf die Zukunft beziehen: niemand hat Angst vor einem Ereignis in der Vergangenheit, sondern höchsten davor, dass es sich in Zukunft wiederholt. Genauer beziehen sich Ängste auf die eigene Vorstellung von dieser Zukunft, „in der Schlimmes passieren könnte“, während die Zukunft selbst per se ungewiss und unsicher ist. Das Einzige, was ich sicher wissen und sozusagen handhaben kann, ganz einfach weil ich es gerade erlebe, ist das Hier und Jetzt – und nun kann ich durch bewusstes Handeln im Hier und Jetzt durchaus sehr viel Gutes und Produktives für meine Zukunft tun und sie so indirekt beeinflussen (freilich ohne es sicher zu wissen). Bei Ängsten geschieht aber das Umgekehrte: die vermeintlich schreckliche und bedrohliche Zukunft = meine Zukunftsphantasie, beeinflusst auf ungute und unproduktive Art und Weise mein Leben und Handeln im Hier und Jetzt. Hört sich nicht gut an, oder?

So können Ängste auch mit bestimmten Persönlichkeitszügen zusammenhängen: mit der Neigung, sich selbst und das eigene Leben übermäßig kontrollieren zu wollen, wobei bestimmte ins Denken eingemeißelte Vorstellungen und Erwartungen da sind, wer und wie man zu sein hat, wie ein erfolgreiches, gutes Leben ablaufen muss. Ängste sind hier vorprogrammiert: dass es anders kommt, dass man scheitert, dass man die Erwartungen nicht erfüllen kann – und in der Tat, das Leben hat hier und da schon mal andere Pläne.

Menschen, die so konditioniert worden sind, leben und regeln die Dinge eher mit dem Kopf, mit rational-vernünftigen Überlegungen, Bewertungen und Zielsetzungen – und laufen dabei Gefahr, den Kontakt zu einem anderen Bereich ihrer selbst zu verlieren. Ich spreche hier vom Kontakt zu gespürten Bedürfnissen, Gefühlen, Impulsen, zum unwillkürlichen und unbewussten Wissen des Organismus. Dieses Wissen ist aber überlebenswichtig, da es wertvolle Informationen darüber enthält, was mir gut tut und mich zu mir selbst bringt, und was mich umgekehrt von mir selbst entfernt und mir schadet, gar krank macht. Und manchmal ist etwas, was ich unbedingt will (auf der Verstandesebene), zugleich etwas, was mir eigentlich schadet (psychosomatisch). Es geht aber niemals darum, den „Kopf“ abzuwerten, sondern um ein respektvolles und produktives Miteinander zwischen Kopf und Organismus, um einen inneren „Einklang“ (etwas, was man fundamental spürt).

  • Psychotherapeutisches Ziel bei Angst ist nicht die Erlangung von Sicherheit (sicheres Wissen darüber, was richtig ist, was ich tun soll, was die Zukunft bringt), sondern das realistische, flexible, lebendige, selbstliebende Akzeptieren von und Umgehen mit grundlegenden Unsicherheiten. Das Leben ist Unsicherheit. Ich kann diesen Unsicherheiten, die ich nicht kontrollieren kann, mit einer Qualität begegnen, die heilsamer und bereichernder nicht sein kann: VERTRAUEN.

Impulse für die Psychotherapie – Stichworte zu Vorgehensweise bei Angst

  • Quelle der Bedrohung/Ursache/Trigger bewusst machen (z.B. Hypnose); und Bewertung der Gegenwart realistisch anpassen (durch kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen)
  • Psychotherapie der Ursache (z.B. Reframing der Urszene; hypnotherapeutische Arbeit mit dem inneren Kind; hypnotherapeutische Traumatherapie)
  • „Angstfilm“ als solchen erkennen und sich distanzieren lernen (Hypnotherapie)
  • Lernen, mit unwillkürlichen Angstreaktionen („die schneller sind als ich“) souverän und konstruktiv umzugehen (v.a. hypnosystemische Interventionen)
  • Ressourcen aktivieren (Hypnotherapie)
  • Bedürfnis nach Sicherheit hinterfragen und andere Bedürfnisse zu Wort kommen lassen (z.B. Lebensfreude, Abenteuerlust)
  • Selbstvertrauen, Vertrauen in das Unbewusste, Vertrauen ins Leben stärken

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2.2 Beziehungsprobleme – Beziehungsfähigkeit – Liebesfähigkeit

Die Klientin ist verlassen worden, schlimm genug – aber sie hat sich in der Beziehung auch selbst verloren, hat sich immer weiter von sich selbst entfernt und latent darauf ausgerichtet, alles zu tun, um ihm zu gefallen, um geliebt zu werden. Am Ende hat sie nicht nur die Liebe verloren, sondern sich selbst, ihr Gesicht, ihre Identität, ihre Würde. Das fühlt sich schrecklich an, wie ein traumatisches Ereignis, leer, ausgehöhlt, erniedrigt. Und: eigentlich war es immer schon so oder so ähnlich, und jetzt ist sie verzweifelt, dass es bei ihr wohl nicht klappt mit der Liebe, mit der Beziehung – und nie klappen wird.

Ich spreche bewusst von „der Klientin“, weil mir aufgefallen ist, dass Männer mit ähnlicher Problematik nicht verlassen werden, sondern das Drama auf der Beziehungsebene ausgetragen wird. Männer mit abhängigen Persönlichkeitszügen werden nicht verlassen, sondern dazu angehalten, sich gefälligst zu ändern, sie kommen weniger häufig zur Psychotherapie.

Liebe ist ein menschliches Grundbedürfnis. Jedes Kind ist darauf angewiesen, geliebt, anerkannt und bestätigt zu werden, damit sich sein Wesen, seine Persönlichkeit frei entfalten kann. Lernt es jedoch, dass es nicht um seiner selbst willen geliebt wird, sondern sich die Liebe erst verdienen, etwas dafür tun muss, sich anpassen muss, seine Bedürfnisse, Gefühle und Impulse zurückstecken muss, dann hat es fatale Folgen. Erst einmal erlebt es Beziehungen als Machtverhältnisse, in denen man sich entweder unterordnen muss oder versuchen kann, den anderen unterzuordnen. Vor allem aber kann es nur schwer ein stabiles Bewusstsein für sich selbst entwickeln, sich sozusagen uneingeschränkt mit sich selbst positiv identifizieren (ich bin so, und so bin ich wertvoll und liebenswürdig), da es sich immer ein bisschen selbst verraten muss, um geliebt zu werden. Da das Kind aber Liebe und Anerkennung unbedingt braucht, entwickelt sich eine Liebesbedürftigkeit, als eine Form der emotionalen Abhängigkeit (von anderen). Daraus wird dann ein jeweils individuell gefärbtes (Verhaltens-)Muster, das vor allem in emotional bedeutsamen Beziehungen zum Tragen kommt – während häufig in anderen Bereichen, unter Fremden, Freunden, Arbeitskollegen, alles sehr gut laufen kann! Umso erstaunlicher der Selbstverlust, sobald es um Nähe geht, um Liebesbeziehungen.

  • Ein gewichtiges Ziel der Psychotherapie – und das kann psychotherapeutische Persönlichkeitsarbeit sein – besteht darin, das Muster der Liebesbedürftigkeit zu durchbrechen und eine erwachsene reife Liebesfähigkeit zu entwickeln.

Liebe ist ein überaus komplexes Thema, natürlich, weil unsere Beziehungsfähigkeit an der Basis immer mit den Kompetenzen der Beziehung zu uns Selbst unentwirrbar verknüpft ist: mit der Beschaffenheit unseres Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens, von unserer Beziehung zum Körper und Sexualität gar nicht erst zu sprechen. Und natürlich weil der Andere frei ist, und ich mit seiner Freiheit umgehen muss.

Dies gesagt, unterscheidet sich Liebesfähigkeit von der Liebesbedürftigkeit im Wesentlichen durch das Folgende: erst einmal findet ein echter Kontakt statt, auf Augenhöhe, der Zwang, um jeden Preis geliebt zu werden, löst sich auf, und es kommt die Freiheit hinzu, selbst lieben zu können (wen man lieben möchte!), verbunden mit der Akzeptanz der eigenen Verletzlichkeit (denn der andere ist frei, nein zu sagen). Innere Freiheit und Unabhängigkeit haben sehr viel mit dieser Akzeptanz zu tun, dass ich verletzt werden kann, und es tragen kann. Liebe ist Risiko.

Eine wichtige Rolle in der Psychotherapie spielt die Arbeit mit dem inneren Kind (Hypnotherapie), da hier die in der Kindheit/Jugend erlernten Interaktions- und Beziehungsmuster beleuchtet, hinterfragt und heilsam umgewendet werden können, sodass ein Reifungsprozess eines gesunden Liebens und Geliebtwerdenwollens angestoßen wird. Zugleich müssen reife, selbstbewusste Persönlichkeitsanteile gestärkt und stabiler in das Repertoire der Selbstbewertungen und Interaktionen integriert werden.

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2.3 Depressive Verstimmungen – Depressionen

Es ist unser „Normalzustand“, könnte man sagen, dass wir im Leben etwas wollen, vom Leben etwas erwarten, und unser Tun, Wirken und Arbeiten auf diese Erwartungen ausrichten: wir sind wachsende, sich entwickelnde, vorwärtsstrebende Wesen, wir haben Ziele und Zukunftsvisionen, wir wollen uns persönlich und beruflich selbstverwirklichen, wir wollen geliebt werden und dazugehören, uns einbringen und etwas bewirken, und das macht unser Leben sinnvoll. Und wenn wir Fortschritte machen und wachsen, sodass wir mit Zuversicht und Hoffnung in die Zukunft schauen, dann ist genau das, diese (latent unbewusste) Hoffnung auf etwas, Wünschen von etwas, Aussicht auf etwas, unsere tägliche Motivation, der Motor unseres Tuns, und zugleich der Hintergrund für Freude und Zuversicht im Hier und Jetzt. „Glück ist das Bewusstsein, zu wachsen“, sagte Alexander Lowen.

Hoffnung und Zuversicht gründen also darauf, dass das, was wir tun, sich in irgendeiner Weise lohnt und sinnvoll ist, dass unser Handeln etwas bewirkt, dass es sich auszahlt und Früchte trägt, dass wir unsere Ziele und Wünsche erreichen können.

Die Einsicht, dass wichtige Lebensziele nicht (mehr) erreicht werden können, dass etwas Erstrebenswertes außer Reichweite bleibt, führt – mit gewisser Wahrscheinlichkeit und abhängig von persönlicher Vulnerabilität – zur Depression. Auch wenn man über eine längere Zeit immer wieder erlebt, dass die eigenen Bemühungen nicht zu den Resultaten führen, die man damit bezweckt, wird Depressivität wahrscheinlich. Denn man hat sich vergeblich bemüht, Kraft und Zeit investiert, es scheint, dass man – in Beziehungen, beruflich oder in seiner Lebensgestaltung – gescheitert ist oder immer wieder scheitern muss. Gefühle eigener Unzulänglichkeit, Macht- und Hilflosigkeit tauchen auf, man ist wie an eine schmerzliche Grenze gestoßen, eine verschlossene Tür. Wenn aber keine Perspektive mehr da ist, wenn Hoffnung und Zuversicht schwinden, dann kommt schnell die Sinnfrage auf: „wozu mache ich das alles überhaupt?“.

Traurigkeit, verminderter Antrieb und Energielosigkeit, Unfähigkeit, sich zu freuen, Interessensverlust an Dingen, die sonst Spaß machten, und eine Reihe weiterer Symptome bauen sich zu einem depressiven Zustand auf (und machen Psychotherapie notwendig).

Häufig jedoch verfallen Menschen in Depressionen, ohne zu wissen, warum. Sie haben kein Bewusstsein dafür, was in ihrem Leben nicht stimmt, kein Bewusstsein für ein Scheitern oder Ähnliches. Scheinbar ist alles in Ordnung – und doch verhindern depressive Gefühle ein „normales“ Funktionieren. Der Betroffene will das natürlich nicht, er kämpft dagegen an bzw. verurteilt sich dafür, schämt sich und fühlt sich wie ein Versager, weil er sein Leben nicht mehr auf die Reihe kriegt, im schlimmsten Fall kaum mehr arbeiten kann. Er will wieder funktionieren und weiter machen: „aber es geht nicht“.

In der modernen Psychotherapie, allen voran in der Hypnotherapie wird davon ausgegangen, dass Symptome grundsätzlich sinnvoll sind, dass sie eine ursprünglich sinnvolle Reaktion des Organismus auf etwas darstellen, das dem Menschen nicht zuträglich ist, sein seelisches Gleichgewicht zerstört, seiner Gesundheit schadet. Symptome erscheinen aus dieser Perspektive wie Kommunikationsversuche des Organismus, die nicht gehört, nicht verstanden werden; wie Lösungsversuche oder Rettungsversuche, die meist abgewehrt und bekämpft werden, sich dann festfahren und verselbständigen.

Der Sinn der Depression kann darin gesehen werden, den Depressiven daran zu hindern, so weiter zu machen, wie bisher (O. Meiss).

Das Unbewusste, oder allgemeiner gesprochen der Organismus, hindert den Menschen daran, weiter zu machen, wie bisher, weil er sich durch seine bisherigen Strategien, Lebensweisen oder Verhaltens- Beziehungsmuster schädigt: seine Bemühungen bringen ihn nicht zum Ziel, geliebt, anerkannt, wertgeschätzt, belohnt, erfolgreich zu werden, man könnte auch sagen: sich selbst zu verwirklichen, sondern gehen auf seine Kosten, sind fruchtlose Verausgabungen, emotionale Minusgeschäfte. Da der Mensch dies jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht bewusst sehen will oder auch kann, kommt ihm die Depression zu Hilfe, die depressiven Symptome schützen ihn davor, sich weiter zu schädigen und weiter ins Minus zu geraten. Die Depression ist eine unbewusste Reaktion auf bestimmte dysfunktionale, destruktive Muster, die aufhören sollen.

Daraus ergeben sich weitreichende Folgen für die Psychotherapie, die also nicht darin bestehen kann, den depressiven Menschen wieder funktionstüchtig zu machen, damit er sein Leben unverändert fortführen kann: das hieße Symptome bekämpfen, ohne die Ursache auch nur gestreift zu haben, und wäre, wenn überhaupt, von keinen dauerhaften psychotherapeutischen Erfolg.

Es ist vielmehr klar, dass die Strategie der Psychotherapie darin bestehen muss, die Symptome in ihrem Sinnzusammenhang ernst zu nehmen, auf sie zu „hören“, sich also die Fragen zu stellen: Worin bestehen die emotionalen Minusgeschäfte des Klienten, wo agiert er auf Kosten seiner eigenen Gefühle und Bedürfnisse, wo entfremdet er sich, wo macht er sich abhängig, wo verliert er sich.

Die Hypnotherapie bietet ein breites Spektrum von Interventionen, mit denen diese Zusammenhänge beleuchtet und bearbeitet werden können.

Diese Ausführungen basieren auf den Konzepten der Hypnotherapie nach O.Meiss („Hypnosystemische Therapie bei Depression und Burnout)

Auszug aus einer Psychotherapie der Depression – mit Einsatz von Hypnotherapie und Hypnose – …… folgt in Kürze

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3. Welche Formen der Unterstützung sind möglich – Dauer

3.1 Hypnose und Kurzpsychotherapie

Grundsätzlich spezialisiere ich mich auf Formen der Kurzpsychotherapie und Kurzberatung, die es heute möglich machen, in nur wenigen Sitzungen sehr konkrete und hilfreiche Ergebnisse im Bezug auf das Problem zu erreichen.

Vieles hängt von Ihrer eigenen Zielsetzung ab: was genau soll erreicht werden?

Bezüglich der Dauer der Therapie ist hilfreich und klärend die Unterscheidung zwischen „Ereignis“ und „Prozess“, Hilfestellung und Behandlung, einer psychotherapeutischen Intervention und einer Psychotherapie. Dazu passt die unterschiedliche Motivation der Klienten: die einen möchten durch wenige Hypnose-Sitzungen handfeste Problemlösung erreichen, die anderen wünschen grundsätzlichere Veränderungen in ihrem (inneren) Leben, in ihrem Verhalten, in ihren Beziehungen. Und natürlich sind die Grenzen zwischen dem einen und dem anderen fließend.

Dementsprechend werden Sie etwa zwischen 3 und 15 Hypnose- bzw. psychotherapeutische Sitzungen brauchen.

Vieles klärt sich im Erstgespräch. Das Erstgespräch dient Ihrer Problembeschreibung, einer genauen Auftragsklärung, der Anamnese, und der ersten therapeutischen Hilfestellung, meist in Form einer hypnotischen Trance, auch als eine Einführung in diese Arbeitsweise.

Alle hier aufgeführten Infos zur Psychotherapie oder Beratung bei mir sollen zur Ihrer Orientierung dienen – Sie müssen sich das alles nicht merken und auch nicht schon genau wissen, was Sie wollen. Jedes Bedürfnis ist anders. Jeder Verlauf ist individuell. Jeder Kontakt ist einzigartig. Kommen Sie einfach so, wie Sie sind :-)

Nicht selten melden sich Klienten und sagen: ich habe schon eine lange Psychotherapie hinter mir, ich weiß schon alles, ich möchte es nur besser umsetzen, ich brauche nur Hypnose. Meine Antwort: ja das geht gut. In der Regel kann damit sehr effektiv hypnotherapeutisch gearbeitet werden. Ich muss es nur klar und direkt vorher wissen.

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3.2 Psychotherapeutische Persönlichkeitsarbeit

Manche Klienten entscheiden sich für eine längere therapeutische Begleitung. Dies ist der Fall, wenn nach einer ersten Krisenbewältigung der Wunsch besteht, grundsätzliche Muster im eigenen Verhalten und/oder in der Beziehungsgestaltung zu verändern, die bislang immer wieder zum selben Leid bzw. in die selbe persönliche Sackgasse geführt haben. Es sind bereits früh erlernte und in der Persönlichkeit fest verankerte Züge, am häufigsten abhängige und/oder ängstliche Persönlichkeitszüge, die solcher längerer Prozesse bedürfen und davon auch sehr tiefgreifend profitieren. In der Regel wechseln sich hier intensivere 2-3monatige Arbeitsphasen mit längeren Pausen ab.

Psychotherapeutische Persönlichkeitsarbeit ist die zweite Säule meiner Spezialisierung.

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4. Psychotherapeutische Methoden – eine Auflistung

  • Klinische Hypnose und Hypnotherapie (M. Erickson)
  • Lösungsorientierte Kurztherapie und Beratung (de Shazer/Berg)
  • Arbeit mit inneren Anteilen / innerem Kind (Hypnosystemik und andere)
  • Methoden aus Emotionsfokussierter Therapie (Casriel)
  • Methoden aus Kognitiver Verhaltenstherapie (Beck)
  • Entspannungsverfahren
  • Achtsamkeit

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